Die Fähigkeit des Schwimmens – Weit mehr als nur ein Sport

Die Fähigkeit des Schwimmens – Weit mehr als nur ein Sport

Das Schwimmen ist laut Überlieferungen den Menschen schon seit dem neunten Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung bekannt. Diesbezügliche Hinweise wurden in einer Höhle in Ägypten gefunden. Auch die Römer und Griechen kannten schon Hilfsmittel zum Schwimmen, wie zum Beispiel: Schwimmgürtel aus Kork, Binsengürtel und mit Luft gefüllte Schläuche. Die damaligen Schwimmlehrer nutzten diese Schwimmhilfen zur Ausbildung. Circa 300 Jahre vor Christus sollen die Römer für ihre Soldaten sogar eine Schwimmschule gehabt haben – aber trotzdem sind sie im Jahre Neun im Teutoburger Wald baden gegangen!

In der Mitte des 16. Jahrhunderts wurde laut Recherche das erste Schwimmbuch herausgegeben. Schon damals wurde auf Trockenübungen und Hilfsmittel hingewiesen.
1810 ging es richtig los mit dem Schwimmunterricht – zunächst aber wieder für das Militär. Aber erst durch Kurt Wiessner wurde die Ausbildung im Schwimmen im Jahre 1925 modernisiert, indem er den Schwimmunterricht ohne Geräte einführte.

Schwimmen dient der Gesundheit

Schwimmen zählt zu den gesündesten Bewegungsarten, und dem Schwimmen wird aus dieser Sicht große Aufmerksamkeit geschenkt. Beim Babyschwimmen bekommt der kleine Mensch schon die ersten Schwimmkontakte mit dem kühlen Nass. Und dieser Kontakt sollte das ganze Leben hindurch bis hinein in das hohe Alter gepflegt werden. Viele Körperteile, wie zum Beispiel: Arme, Brust, Schulter profitieren vom Schwimmen; und auch das Herz und der Kreislauf werden durch das Schwimmen positiv beeinflusst. Von Bedeutung für den Körper ist es auch, dass beim Schwimmen die Muskeln mit Sauerstoff versorgt werden.
Der Wasserauftrieb spielt auch eine positive Rolle, da er eine Belastungsverringerung für die Knochen und auch für die Gelenke mit sich bringt.

Wettkämpfe und Schwimmstile

Im sportlichen Wettkampfgeschehen spielt das Schwimmen eine sehr große Rolle. Angefangen von regionalen Wettkämpfen bis hin zum Profisport hat der Schwimmsport eine dominierende Rolle eingenommen. Natürlich sind auch die Olympiaden hier mit einbegriffen. Meist haben Schwimmrekorde keine lange Lebensdauer, da sie relativ schnell verbessert werden. Um sehr schnell schwimmen zu können wurde das Gleiten durch das Wasser so optimal wie nur möglich gestaltet. Alles, was die Schnelligkeit vermindert, wurde entfernt. Dazu zählen zum Beispiel Maßnahmen wie die Haarentfernung und die Rasur. Die Schwimmkleidung wurde analog der Vorbildwirkung der Fische aus solchen Material hergestellt, welches optimales Gleiten ermöglicht. Bei Männern wird im Wettkampf nur noch mit freiem Oberkörper geschwommen. Auch die Badekappen aus Silikon oder Latex kommen bei den Wettkampfschwimmern zum Einsatz. Verschiedene Schwimmstile bestimmen die Technik und den Rhythmus des Schwimmens. Es wird in folgende Schwimmstile unterschieden: Brustschwimmen, Rückengraulen, Schmetterlingsschwimmen und das Kraulschwimmen.

Andere Wassersportarten

Ergänzend zu den Schwimmarten muss noch erwähnt werden, dass noch andere Wassersportarten mit dem Schwimmen verbunden sind, wie zum Beispiel: Wasserball, Turmspringen, Synchronschwimmen, Lagenschwimmen, und auch das Tauchen gehört dazu; und auf keinem Fall darf das Rettungsschwimmen vergessen werden.
Neben dem sportlichen Wettkampfschwimmen spielt das Schwimmen als Freizeitbeschäftigung eine große Rolle. Das beweisen schon die gefüllten Bäder und die dicht belagerten Strände in den Urlaubsgebieten. Es ist schon eine tolle Sache, wenn die Familie gemeinsam sich dieser beliebten Freizeitbeschäftigung widmet, denn außer dem Nutzen für den Körper kann auch die Seele hier einmal Urlaub machen. Die Leistungen im Schwimmen sind hierbei dem Spaß unterzuordnen. Aber das Schwimmen ist nicht nur Sport, Spaß und Freude, denn es kann das Leben retten! Nicht wenige Menschen konnten ihr Leben retten, weil sie das Schwimmen beherrschten.
Bildquelle: HaBlu – Fotolia

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