Deutscher Volkssport Wandern
Franceso Petrarca aus Italien gilt als erster Wanderer, weil er und sein Bruder 1336 den Mont Ventoux bezwangen. Diese Wanderung wurde als “zweckfrei“ bezeichnet. Deutschland nannte im Mittelalter die Wanderer „Wandeler“. Ende des 18. Jahrhunderts wurde Europa durch Wandern erkundet, und die Wanderergebnisse über die durchwanderten Gegenden wurden durch diese Wanderer, Aufklärer genannt, niedergeschrieben. Besonders wurde dabei auf die soziale und politische Struktur geachtet.
Bekannte WandererNetzer Johannes
Der bekannteste Wanderer dieser Zeit war Gottfried Seume, welcher 1801 von Leipzig nach Sizilien wanderte, und seine Rückwanderung führte über Paris.
Nach den Aufklärern begannen die Romantiker mit dem Wandern, und sie wollten mit der Landschaft allein sein. Die unberührte Natur gefiel diesen Wanderern, und es entstanden viele Bilder und Skizzen. Diese Bilder inspirierten wiederum den Adel, sich in Sänften zu den Aussichtspunkten tragen zu lassen. Die Kleidung dieser reichen Herrschaften war nicht zum Wandern geeignet, aber der Tourismus in Deutschland wurde geboren. Mit der Erfindung der Eisenbahn wurde dann weniger gewandert. Aber damit war das Wandern nicht gestorben, denn im Laufe der Zeit begann nicht nur der Müller Freude am Wandern zu finden.
Wanderarten
Eigentlich denkt „Otto Normal Verbraucher“, dass Wandern „Wandern“ ist – aber dem ist nicht so, denn es gibt verschiedene Arten des Wanderns. Zum Beispiel ist das „Weitwandern“ eine über größere Entfernung führende Wandertour, welche mehrere Tage dauerte. Eine andere Wanderart ist das Trekking, denn hier wird zwar auch weit gewandert, aber nicht auf vorgegebenen Routen. Das Sportwandern bietet unterschiedliche lange Wanderstrecken an, beginnend bei fünf Kilometern bis zu 50 Kilometern. Wenn mehrere Wanderer gemeinsam gesehen werden, dann kann es sich auch um das „Volkswandern“ handeln, wo ohne schweres Gepäck mehrere Verpflegungsposten angewandert werden. Die meisten dieser Wandervereine sind als eingetragener Verein organisiert. Zunehmend Beliebtheit erfreut sich in Deutschland das Nordic Walking, welches aus Finnland zu uns gekommen ist. Dieses Wandern mit zwei Stecken ist für gesellige Wanderer gedacht, welche bei ihren Wanderungen Freude an Natur und Unterhaltung verbinden wollen. In der kalten Jahreszeit kommen die Winterwanderer zu ihrem Einsatz, und diese führen das Schneeschuhwandern durch
Wandertouren
Die Wandertouren kann sich jeder selbst aussuchen. Beliebt ist das Wandern von Familien zu nicht allzu weit entfernten Zielen. Da werden sich die mit Verpflegung gefüllten Rucksäcke aufgeschnallt – und los gehts. Das macht Spaß, und besonders an Feiertagen und Wochenenden sind so einige wandernde Familien auf den Beinen. Organisierte Wanderer nutzen ihr Informationsmaterial, und suchen sich dort die für sie interessantesten Wanderungen heraus. In ganz Deutschland, und auch über die Grenzen hinaus, gibt es herrliche Wanderwege, welche zum Wandern einladen. Im Internet kann sich ebenfalls über Wandertouren kundig gemacht werden. Ei, zwei Klick – und die Wanderschuhe können geschnürt werden. Eine zum Wandern geeignete Kleidung und bequemes Schuhwerk sind wichtige Grundvoraussetzungen zum Wandern. Für Anfänger ist es daher empfehlenswert, sich von erfahrenen Wanderern über das Wander-ABC informieren zu lassen, denn es möchte doch niemand eine angefangene Wanderung auf Grund von Blasen an den Füßen beenden. Wandern ist ein sehr schöner Sport, der dem Körper und der Seele viel Gutes tut.
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